Der versteckte Stromfresser im Keller
Vielen ist nicht bewusst, dass einer der größten Stromverbraucher im Haus im Keller sitzt. Alte, ungeregelte Heizungspumpen laufen unabhängig vom Wärmebedarf immer mit voller Leistung – und verursachen so erhebliche Stromkosten. Die Umwälzpumpe fördert das Wasser als Wärmeträger durch Rohre und Heizkörper und ist damit das Herz des Heizkreislaufs. Meist fällt sie erst auf, wenn sie kaputt ist. Ältere Pumpen verbrauchen viel Strom und können sich nicht an den Bedarf anpassen.



Standardpumpe und Hocheffizienzpumpe im Vergleich
Ob alle Heizkörper auf- oder zugedreht sind – der Stromverbrauch einer alten Pumpe bleibt gleich. Weil sie ungeregelt läuft, zieht sie selbst im Sommer Energie, wenn nur Warmwasser gebraucht wird. Im Vergleich verbraucht eine Hocheffizienzpumpe bei gleicher Förderleistung nur etwa ein Fünftel des Stroms. Moderne Modelle bringen zudem Zusatzfunktionen mit, etwa die Unterstützung beim hydraulischen Abgleich per App.

Warum die Pumpe so sparsam arbeitet
Die Hocheffizienzpumpe regelt ihre Leistung automatisch, wenn sich der Druck im System ändert – etwa weil Thermostatventile schließen. Eine selbstadaptierende Regelung oder die Proportionaldruckregelung passt Förderdruck und Volumenstrom an das an, was die Anlage gerade braucht. Möglich machen das ein Permanentmagnetmotor und eine intelligente Elektronik. Seit 2015 dürfen in der EU nur noch Umwälzpumpen mit einem Energieeffizienzindex (EEI) von höchstens 0,23 in Verkehr gebracht werden – alte Standardpumpen liegen weit darüber.
Wie viel sich sparen lässt
Eine Heizungspumpe läuft rund 200 Tage im Jahr, oft 16 Stunden am Tag und mehr. Bei einer alten Pumpe kommen so schnell über 100 € Stromkosten im Jahr zusammen. Mit einer Hocheffizienzpumpe lassen sich etwa 80 bis 140 € pro Jahr einsparen; bei heutigen Strompreisen liegt der Wert eher am oberen Ende. Der Austausch inklusive Montage amortisiert sich damit in drei bis vier Jahren – kaum eine andere Maßnahme an der Heizung rechnet sich so schnell.
Förderung für den Austausch
Der Austausch alter Heizungspumpen wird im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude als Heizungsoptimierung bezuschusst – meist zusammen mit dem hydraulischen Abgleich, der dafür Voraussetzung ist, und bei fossil betriebenen Anlagen nur innerhalb bestimmter Altersgrenzen. Die aktuellen Fördersätze und Bedingungen zeigt der Fördergeldrechner.
Herstellerneutral zusammengestellt von der Redaktion SHK INFO. Zuerst erschienen am 23. August 2020 als „Hocheffiziente Heizungspumpe“ im SHK-Info-Blog, für die neue Seite überarbeitet im Oktober 2026. Angaben nach bestem Wissen, ersetzen aber keine Prüfung der Anlage im Einzelfall.